Blastozystenkultur

Moderne Embryokulturtechniken erlauben es, Embryonen bis zum Tag 5 oder 6 im Brutschrank zu kultivieren. Die verlängerte Embryonenkultur ermöglicht es, nach 4-5 Tagen denjenigen Embryo zu erkennen, der das größte Entwicklungspotenzial hat. Man spricht hier von der Blastozyste.

Die verlängerte Kultur ist dann sinnvoll, wenn ausreichend (unter Berücksichtigung des Embryonenschutzgesetztes je nach Alter und gewünschter Anzahl von Embryonen beim Embryotransfer 3 – maximal 6) befruchtete Eizellen vorhanden sind und somit durch die Beobachtung der Embryo mit dem besten Entwicklungspotential („Top-Quality-Embryo“) identifiziert werden kann.  Man muss davon ausgehen, dass nur 25-50% der „Tag 2 Embryonen“ zur Blastozyste werden.

Eine Blastozyste

In unserer Praxis führen wir seit mehreren Jahren schon erfolgreich die Blastozystenkultur durch und erzielen auch dadurch ausgezeichnete Schwangerschaftsraten.

Ein weiterer Vorteil der verlängerten Kultur ist die verbesserte Schwangerschaftsrate auch beim Transfer von nur einem Embryo (SET, Single Embryo Transfer), wodurch risikobehaftete Zwillingsschwangerschaften in der Regel vermieden werden können.