Spermiogramm – was Männer über ihre Fruchtbarkeit wissen sollten
In etwa 40 % aller Fälle von unerfülltem Kinderwunsch liegt die Ursache (auch) beim Mann. Das Spermiogramm ist die wichtigste Untersuchung zur Beurteilung der männlichen Fruchtbarkeit.
Was wird untersucht?
- Volumen: Menge des Ejakulats
- Konzentration: Anzahl der Spermien pro ml
- Motilität: Beweglichkeit der Spermien
- Morphologie: Form und Struktur
Wann ist ein Spermiogramm auffällig?
Nach WHO-Kriterien gelten als Normalwerte: über 15 Millionen Spermien pro ml, über 32 % progressive Motilität und über 4 % normale Morphologie. Ein einzelnes auffälliges Ergebnis ist noch kein Grund zur Sorge – Stress, Fieber oder Infekte können die Werte vorübergehend beeinflussen.
Was tun bei schlechtem Spermiogramm?
- Leicht eingeschränkt: Insemination (IUI) oder IVF (In-vitro-Fertilisation) können ausreichend sein.
- Stark eingeschränkt: ICSI ist die Methode der Wahl.
- Keine Spermien im Ejakulat: TESE kann Spermien aus dem Hodengewebe gewinnen.
Neu: Sperm-DNA-Fragmentierung
Aktuelle Forschung (ESHRE 2026) zeigt zunehmend die Bedeutung der DNA-Integrität der Spermien. Ein HALO-Spermientest kann zusätzliche Informationen liefern.