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Kryotransfer – warum eingefrorene Embryonen genauso erfolgreich sind

Dr. med. Susann KreuzJuli 20267 min

Viele Patientinnen fragen uns: Ist ein Kryotransfer genauso erfolgreich wie ein frischer Transfer? Die Antwort lautet: Ja – in vielen Fällen sogar besser.

Was ist ein Kryotransfer?

Beim Kryotransfer werden zuvor eingefrorene Embryonen aufgetaut und in die Gebärmutter übertragen. Die Vitrifikation – das ultraschnelle Einfrieren – hat die Überlebensraten der Embryonen deutlich verbessert. Heute überleben über 95 % der Embryonen das Auftauen unbeschadet.

Warum Kryo oft besser ist

Bei einer frischen IVF wird der Embryo in einem hormonell stimulierten Zyklus transferiert. Die Gebärmutterschleimhaut kann durch die Stimulation weniger optimal vorbereitet sein. Beim Kryotransfer dagegen wird der Embryo in einem natürlichen oder sanft vorbereiteten Zyklus eingesetzt – die Bedingungen für die Einnistung sind oft günstiger.

Wann findet der Kryotransfer statt?

Im natürlichen Zyklus richtet sich der Termin nach dem Eisprung: Der Transfer erfolgt zwei bis fünf Tage danach.

Im künstlichen Zyklus beginnt die Östrogengabe am ersten bis dritten Zyklustag. Progesteron kommt hinzu, sobald die Gebärmutterschleimhaut mindestens sieben Millimeter misst.

Zur Kontrolle kommen Sie ein- bis zweimal zum Ultraschall. Wir sehen uns das Wachstum der Schleimhaut und die Follikelgröße an, bei Bedarf ergänzt um Laborwerte. Aus diesen Werten legen wir individuell fest, wann aufgetaut und wann transferiert wird.

Natürlicher oder künstlicher Zyklus?

Nach der aktuellen Studienlage führen wir den Transfer im natürlichen Zyklus durch, wann immer das möglich ist.

Im künstlichen Zyklus besteht ein erhöhtes Risiko für Präeklampsie und andere hypertensive Erkrankungen in der Schwangerschaft. Im natürlichen Zyklus bildet der Körper ein eigenes Corpus luteum, das eigenes Progesteron produziert. Das wirkt sich günstig auf die Einnistung der Plazenta und deren Entwicklung aus und senkt das Risiko der oben genannten Erkrankungen.

Quelle: Conrad KP, von Versen-Höynck F, Baker VL. Potential role of the corpus luteum in maternal cardiovascular adaptation to pregnancy and preeclampsia risk. Am J Obstet Gynecol 2022;226:683–699.

Für Patientinnen ohne eigenen Zyklus oder ohne stimulierbaren Follikel ist der künstliche Zyklus das Mittel der Wahl, nach Abwägung aller Risikofaktoren.

Tag 3 oder Blastozyste?

Ob am dritten oder am fünften Tag transferiert wird, hängt davon ab, was aufgetaut wird. Werden befruchtete Eizellen aufgetaut – immer mehrere –, entscheidet ihre weitere Entwicklung über den Transfertag. Wird eine Blastozyste aufgetaut, findet der Transfer immer am fünften Tag statt.

Diese Entscheidung treffen unsere Embryologinnen und Embryologen anhand der Embryonalentwicklung. In manchen Fällen ist der Transfer schon am dritten Tag von Vorteil.

Was das ESHRE 2026 zeigt

Die neuesten europäischen Daten bestätigen diesen Trend: Kryotransfers haben frische IVF-Zyklen in Europa erstmals überholt – mit 401.483 vs. 158.649 Zyklen.

Kosten

Ein Kryotransfer kostet bei uns ca. 1.000 – 1.500 € zuzüglich Medikamente und RI Witness.

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3. Etage

Unser Kinderwunschzentrum in Berlin-Mitte ist gut erreichbar – mit U-Bahn, S-Bahn oder Bus. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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U-Bahn U6 · S-Bahn · Regional- und Fernbahn · Tram und Bus

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Die Praxis befindet sich im Herzen von Berlin-Mitte, nahe dem Gendarmenmarkt.

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Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da Parkplätze begrenzt sind.

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Bitte beachten Sie: Ab dem 45. Geburtstag der Frau führen wir keine Kinderwunschbehandlung durch.