ESHRE 2026 in London – die wichtigsten Erkenntnisse für Ihre Behandlung
Vom 5. bis 8. Juli 2026 fand in London der 42. Jahreskongress der European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE) statt – der weltweit wichtigste Fachkongress für Reproduktionsmedizin. Über 8.000 Expertinnen und Experten diskutierten die neuesten Forschungsergebnisse. Hier fassen wir die wichtigsten Erkenntnisse für Sie zusammen.
Kryotransfer überholt frische IVF in Europa
Die Daten aus 36 europäischen Ländern zeigen einen eindeutigen Trend: Mit 401.483 Kryotransfer-Zyklen haben gefrorene Embryo-Transfers die frischen IVF-Zyklen (158.649) erstmals deutlich überholt. Insgesamt wurden 2023 in Europa über 1,15 Millionen Behandlungszyklen durchgeführt – ein neuer Rekord. 247.021 Kinder kamen durch assistierte Reproduktion zur Welt.
Quelle: European IVF Monitoring Consortium (EIM), vorläufige Daten für das Behandlungsjahr 2023, vorgestellt auf der 42. Jahrestagung der ESHRE in London 2026.
68,2 % kumulative Lebendgeburtenrate
Eine der größten IVF-Studien analysierte 18.396 Frauen über drei IVF-Zyklen. Das Ergebnis: eine kumulative Lebendgeburtenrate von 68,2 % – bei gleichzeitig nur 2,9 % Mehrlingsrate dank konsequentem Single-Embryo-Transfer. Das zeigt: IVF wird immer sicherer und erfolgreicher.
Alter und Endometrium: neue Erkenntnisse
Eine aktuelle Studie zeigt, dass das Alter der Frau einen direkten Einfluss auf die Qualität der Gebärmutterschleimhaut hat. Während die Dicke des Endometriums über die Altersgruppen ähnlich blieb, sank der Anteil der Frauen mit einem optimalen dreischichtigen Endometrium von 94,7 % auf 81,0 %. Das unterstreicht, wie wichtig eine individuelle Beurteilung der Gebärmutterschleimhaut vor dem Embryotransfer ist.
Was bedeutet das für Sie?
Diese Erkenntnisse fließen direkt in unsere Behandlungsprotokolle ein. Wir arbeiten stets nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft – von der Stimulation über die Embryokultur bis zum Transfer.